...
die Presse schrieb :
Mister Mundart
hat den Blues
Bei Rainer
Weisbecker lacht man sich „schepp“
( Olivera
Gligoric-Fürer )
… Mit seinem
neuen Programm "Erotik, Blues un alte
Grießbrei" schwamm der
Frankfurter Dialekt-Poet aus Niederrad mit dem Mainstream mit, denn
"Sex
im Alter ist ein großes Thema", erklärte der Künstler…
Besonders
gerne erzählte er aus dem Leben, aus seinem und dem seiner
Freunde. Mal reimte
er, mal plauderte er einfach und im nächsten Moment schnappte er
sich eine
seiner drei Gitarren und sang drauflos...
Begleitete
er sich zu seinen Liedern auf der Gitarre, so spannte er den Bogen
weit. Wobei
bluesige Akzente sich in jedem Stück wiederfanden. Und das nicht
nur, um dem
Programm-Titel gerecht zu werden. Weisbecker hat schlicht ein Faible
für den
Blues...
Doch
Weisbecker ist nicht nur auf Klamauk aus. Der in der Goldsteinsiedlung
aufgewachsene Frankfurter nimmt seine Berufung als Mundartdichter
ernst: Er
tauchte tief ein in die Etymologie hessischer Ausdrücke – hierbei
analysierte
er insbesondere die Einflüsse der französischen Sprache, der
"Sprache der
Liebe"...
Sehr viel
mehr als ein Surrogat ist Weisbeckers Art der Unterhaltung. Sie ist
leicht,
durchaus gehaltvoll und lebt natürlich im besonderen Maßen
von den regionalen
Eigenheiten in und um Frankfurt herum...
... Aber auch
jenseits der Stadtgrenzen von Mainhattan und sogar außerhalb
Hessens sitzen
Weisbeckers Fans. Der Frankfurter Mundart-Meister begeistert
mittlerweile sein
Publikum in Thüringen genauso wie im Schwarzwald oder auch in
Würzburg.
Taunus
Zeitung / Frankfurter Neue Presse vom 06.02.12
Geschichtsunterricht
im Untergassen-Format
Liedermacher und Mundartdichter Rainer Weisbecker im
Café „Hexenstübchen“
(mü).
... Der Frankfurter Gitarrist, Liedermacher und Mundartdichter
Rainer Weisbecker verstand es bei seinem Konzert ... im Büdinger
Altstadt-Café „Hexenstübchen“ meisterhaft, das Publikum in
seine Welt hineinzuziehen - sprachlich, musikalisch und emotional.
Mit Herz und Mutterwitz, Blues und Rock, politisch aufrechtem Gang, in
der Freiheit des Künstlers und Kämpfers, Spielers und
Träumers entfaltete er die Geschichte Deutschlands zwischen 1933
und heute, ganz nah gerückt - und zwar auf Untergassen-Format und
damit auf menschliche, eingängige und anrührende Dimensionen.
Dass dies weder auf Kosten der Nachdenklichkeit noch des
Vergnügens gehen muss, bewiesen die Vielfalt der beleuchteten
Aspekte, das gekonnte Spiel des ehemaligen
Frankfurt-City-Bluesband-Gitarristen, die teilweise haiku-ähnlich
sparsamen Mundartgedichte, kleine deftige Bonmots, der Sprachunterricht
in Niederräder Platt und „Trottwar-Französisch“ sowie, nicht
zuletzt, der reichlich gespendete Applaus des Publikums.
Im „Jöste-Häuschen-Blues“ wünscht sich
Weisbecker,
direkt neben den Trinkern und Philosophen am Kiosk begraben und dort
regelmäßig mit einem Schoppe begossen zu werden. Mit dem
Gedicht „Fiebermessen rektal“ rächt sich der überzeugte
Pazifist an einem befehlsgewohnten General - lässt aber
andererseits auch keinen Zweifel daran, dass er „Den Blues im Herzen
und Rock’n Roll in der Faust“ haben kann. Der „Baumarkt-Blues und der
„Goldene Ring“-Blues“, das Gedicht „Poeten-Privileg“ und der freudige
Wiedersehens-Song „Ich bin wieder da - und lieb dich immer noch“ sowie
die Hommage an „Mei goldisch Knotterbix“ beleuchten die Liebe in
sämtlichen romantischen, tragischen und alltagsgebeutelten
Facetten.
Zum „Finale Furioso“ widmet man sich mit leichter Melancholie
dem „Herbstgedicht“, stimmt gemeinsam begeistert ...„Mir habbe dahaam
en ahle Griesbrei“ an und inszeniert schließlich (ebenso
gemeinsam) die Niederräder Nationalhymne rund um den
„Rattengickel“ - mit kinderfreundlicher erster und ausschließlich
den Erwachsenen vorbehaltener zweiter Strophe.
Köstlich,
berührend, witzig - und auf jeden Fall einen Nachschlag vom ahle
Griesbrei wert!
Kreisanzeiger
Büdingen vom 17.10.11
Apfelweinglückseligkeit
Hessisch
Schräges rund ums Stöffsche
HOCHHEIM (gp) – … Ganz
bescheiden, zurückhaltend und eigentlich unauffällig
huscht
da ein „Männlein“ nach vorne auf die Bühne, um binnen
kürzester Zeit mal eben
das gespannt lauschende Auditorium aufzumischen... Klar, dass sich aus
dem derart
umfangreichen Repertoire ein perfekt unterhaltsamer langer Abend
gestalten
lässt... Schwierigkeiten, den Dialekt anderswo zu verstehen? Keine
Spur, da
Rainer Weisbecker immer erst locker-flockig einen „Schnellkurs“
vorschaltet,
der nicht nur sein Publikum auf Augenhöhe hebt, sondern die
überraschende
Erkenntnis bringt, dass sich im Dialekt alles – und sei es noch so
unangenehm –
sympathischer, ausgleichender und sachlicher artikulieren lässt.
Die Frankfurter Apfelweinglückseligkeit, die uns
Weisbecker textlich und musikalisch hervorragend abgestimmt
übermittelt harmoniert …
perfekt.
Jede seiner auch in Tonlage, Mimik und Gestik professionell
dargebotenen Storys, mal abgefahren, skurril oder über die
„Äppelwoikultur“ und
seine „bucklisch Verwandtschaft“ nörgelnd, begeistern spontan,
zumal er seine
Pointen immer anders setzt als vermutet.
Ein begeisternder
Abend.
Hochheimer Zeitung
vom 18.02.2011
Neues aus dem Herzen Hessens
Rainer Weisbecker nimmt sein
Publikum in Bad König mit in die eigene Welt
Klein
ist der Kerl, zierlich und erstmal zurückhaltend. Die wachen Augen
blitzen schelmisch, in deren Winkeln spielen witzige Lachfältchen.
Er selbst spielt den Blues, ohne ihn jedoch permanent im Gemüt zu
haben. Denn sein Auftritt ist heiter. Meist sind es eigene Melodien mit
selbst gedrechselten Texten in Frankfurter Mundart, die der
schmächtige Mann einfühlsam seinem Publikum schenkt. Sie
handeln vom Leben und dessen Fallstricken, von unerhörten
Begebenheiten oder sind einfach kleine Einblicke in die bisweilen
wundersame Welt jener großen Stadt mit der glitzernden Skyline.
Auch in seinen Gedichten ist Rainer Weisbecker nicht der
Possenreißer mit den Schenkelklopfern, sondern ein schmunzelnder
Erzähler tiefer Wahrheiten, der die abgeschmackte Schnulze
verabscheut. Große Töne spucken ist nicht sein Ding.
Am Donnerstag war der Vollblutmusiker, der am Akkordeon groß
geworden ist und bei namhaften Frankfurter Bands einst die Gitarre
zupfte, Gast der ,Volksbankgalerie Neunzehndreißig' in Bad
König. ...
Die balladesken Weisen erinnern bisweilen an die Folktradition in den
Siebziger Jahren, die Mundharmonika unterstreicht dies und steuert ein
gerüttelt Maß Sehnsucht bei. Sentimental journey.
Weisbecker ist geborener Südwest-Frankfurter aus Niederrad und
überzeugter Mundartsprecher. Vom gekünstelten Bembelhessisch
hält er nichts, sondern pflegt überlieferte Ausdrücke
und möchte diese vor dem Vergessen bewahren ... Zwischen den
Zeilen schwingt eine gelassene Ehrlichkeit, die keinen Zweifel an den
hehren Absichten ihres Schöpfers hat. Das ist einer mit Herzblut,
das ist jemand, der zu dem steht, was er sagt. Wenigstens in seinen
Texten und Liedern. Und darauf kommt es an. Ein Superstar ist Rainer
Weisbecker nicht. Den sucht Deutschland woanders. Aber ein prima
Gitarrist und ein begabter Texter.
Darmstädter Echo vom 14.August
2010
Die Vermessung des
Grießbreis

Der Lokalpoet.
Rainer Weisbecker hat einen Gedichtband veröffentlicht: „Erotik,
Blues und alte Grießbrei“. Das ist kein Verschreiber, sondern
Frankfurterisch. Nun steht der schmächtige Herr mit dem
Schnurrbart in Halle 3.0, wo all die Großschriftsteller eine
Wolke der Wichtigkeit hinterlassen. Weisbecker ist hessischer
Mundartdichter. Seit 2001 kann er von seiner Kunst und seinen
Büchern leben, 16 Auftritte hat er allein im Oktober. Und, wieviel
Erotik steckt in seinem neuesten Werk? „Ach, der Titel“, sagt der Autor
und grinst verlegen. „Sex sells, haben die Verlagsleute gesagt. Ich
geh’ aber nicht so sehr unter die Gürtellinie.“ Die Buchmesse
empfindet Weisbecker als Reizüberflutung; deshalb bleibt er lieber
am Stand und bei seinen vom Äppelwoi inspirierten Werken, die in
einer Erstauflage von tausend Stück
erscheinen.
„Mir reicht mein kleiner Frankfurter Ruhm – es ist
schön, wenn man nicht belästigt wird.“
Aber was hat es mit dem Grießbrei auf sich? Die Antwort
ist Poesie:
„Merr habbe dehaam en
alte Grießbrei.
De
Vadder sächt: ,Den schütte merr ins
Klo nei.‘
Die Mudder sächt: ,Den duhn
merr behalte,
den Grießbrei, den alte.‘“
Süddeutsche
Zeitung vom 17./18.
Oktober 2009
Petrus
un’ de Deifel
«Frangfodderisch
is aach e Spraach» oder hochdeutsch
ausgedrückt: Frankfurterisch ist auch eine Sprache. Wer das
bislang nicht
glauben konnte, den belehrt der Frankfurter Mundartdichter und
Liedermacher
Rainer Weisbecker. ... Weil auch der
Himmel über Frankfurt etwas zu bieten hat,
nannte er sein neues Programm «Gude Petrus – Himmlisch Hessisch
zum Doodlache».
Außerdem hatte Weisbecker – Jeans, weißes Hemd, Westchen
und ein bisschen
Glatze hinterm grauen Langhaar – eine Begegnung mit Petrus, welcher der
Überlieferung nach die Himmelstür bewacht. Was lange
währte, wird rischtisch
guud. Auch die Bedauernswerten, die nicht in Frankfurt geboren wurden,
verstehen am Ende alles. Die Bobbelscher (Kinder), des Ladversch
(Pflaumenmus),
die babbische Finger, wenn alles klebt, de Deifel, den Teufel, die
Alternative
zu Petrus an der Himmelstür, und den Schobbe (Schoppen), wie der
Frankfurter
sein göttliches Getränk, den Abbelwoi, nennt, dessen Wirkung
wir wiederum die
«weichen» Konsonanten – T wird zu D und P
… Eine Salve gelungener hessischer
Episoden bei Petrus im Himmel entlädt sich in den Kulturkeller,
der wahrlich
ein großes Herz für Kabarett hat, aber an diesem Abend
entspannen darf. Petrus
also schreit: «Geh weg mit dene babbische Finger, ab zum Deifel
in die Höll’».
Taunus-Zeitung vom 14.02.2009
über die Aufführung von * Gude
Petrus - Himmlisch Hessisch zum Doodlache * in Garniers
Keller in Friedrichsdorf.
Ess misch
net – mach misch zu Äppelwoi!
. . . Mit einer exzellenten Revue brillierte Rainer Weisbecker im voll
besetzten
Äppelwoi-Theater ... und erntete Lachsalven und begeisterten
Beifall.
... Philosophisch erörtert Rainer Weisbecker mit einem 1907 von
Karl
Ettlinger entstandenen Lied des Hessen liebstes Wörtchen: „Als“.
Mit
diesem Wort bestätigt der Hesse, dass er sprachlich nicht nur
Worte
benutzt, die kein normaler Mensch versteht, sondern auch
grammatikalisch
völlig daneben liegt: „Wenn die Sonn’ als scheint, dann geh’ ich
als
spazieren!“ Himmelschreiender Blödsinn! Die Zuschauer – mit
Sicherheit
in der überwiegenden Mehrzahl Urhessen – amüsierten sich
königlich
bei den Wortspielereien Rainer Weisbeckers...
Taunus-Zeitung
vom 05.11.2007
über die Premiere der musikalisch-literarischen
Ein-Mann-Theater-Revue
* Schoppepetzers Lamento *
im
Deutschen
Äppelwoi-Theater in Bad Homburg.
Von
Kelten, einem Geheimnis und Äppelwoi
Michael Crombach stellt in Rodheim "Dunstberg"-Buch vor –
Gelungene Präsentation mit Frankfurter Mundartkultur
BIEBERTAL (wh). Mundartkultur umrahmte die Präsentation des
neuesten Werkes von Michael Crombach mit dem Titel "Das Geheimnis vom
Dunstberg -
Der Stein des Keltenfürsten" im kleinen Saal des Rodheimer
Bürgerhauses. Zwischen "Äppelwoi-Blues" des Frankfurter
Dichters und Liedermachers Rainer Weisbecker und der
"KeltenKeller"-Besichtigung im Biebertaler Rathaus stellte der
gebürtige Rodheimer Michael Crombach sein Buch vor ...
Mit Rainer Weisbecker, der die "Frankforder Sing- un Babbelshow
eindrucksvoll auf der Bühne zelebrierte, hatte Michael Crombach
den Knaller des Abends nach Rodheim geholt. Neben heiteren und witzigen
Gedichten, verbunden mit inhaltlichem Tiefgang, trug Weisbecker
Frankfurter Lieder und Redensarten mit zeit- genössischem
Mundartblues aus der eigenen Feder vor ... Um eine Zugabe kam der
Mundartvirtuose nicht herum und schloss seinen grandiosen Auftritt mit
dem Lied "Merr habbe dehaam en alte Griesbrei.“
Gießener Anzeiger vom 22.02.2007
Ernstes
und Heiteres in Mundart -
Lieder und Texte von Rainer Weisbecker - Ein KuK-Abend in der
ehemaligen Synagoge
Rainer Weisbecker hielt in der ehemaligen Synagoge für KuK die
bluesikalische Lesung
"Schoppepetzers Lamento" und machte auf Idiome, Idiosynkrasien und
Idiotien aufmerksam - stets voller Empathie und mit viel Freude am
kuriosen kulturgeschichtlichen Detail ...
Wer dümmlichen Hessen-Folk befürchtet hatte, wurde schnell
beruhigt ... Das Publikum genoss die heiteren und ernsten Aspekte des
Abends und diskutierte noch lange über die Schönheiten des
heimischen Dialekts. Auch der Künstler hatte erkennbar seinen
Spaß an dem gelungenen Abend und versprach in bester Apfelweinlaune auch gleich,
spätestens beim nächsten Buch wiederzukommen.
Wetterauer Zeitung vom 23.
August 2006
Rainer
Weisbecker erhebt das hessische Gebabbel zur Kunstform...
...„Ich spier die Narb uff meim Herz, die du da hinnerlasse hast“,
singt Rainer Weisbecker mit geschlossenen Augen. Still ist es in der
ehemaligen Synagoge in Assenheim, in die der Verein Kulturelles und
Kommunales Assenheim geladen hat. Manchmal umspielt ein Lächeln
der Zuhörer die Frankfurter Mundart, die Tradition und Moderne
miteinander verknüpft ... Einfühlsam gelingt es Rainer
Weisbecker, die Balance zwischen Melancholie und Heiterkeit zu halten...
Frankfurter Neue Presse vom
21. August 2006
Blues vom "Maa"
erobert Laneburg - Rainer Weisbecker begeistert sein Publikum ...
"Ohne de Äppelwoi Blues" kommt er nie. Den hat er immer
im Gepäck, einschließlich mehrerer Gitarren und
Bluesmundharmonikas ... Aber nicht nur den Blues, sondern auch eine
Unzahl von Mundartgedichten aus seiner Feder, die er dem
Alltäglichen widmet und die gerade deshalb so echt wirken ... Es
war der dritte Auftritt des Musikers und Dichters im Weilburger Raum
innerhalb von einem dreiviertel Jahr ... Weisbecker nimmt die
Heimwerker auf die Schippe ( "Ich zieh in de Baumarkt" ), weiß um
die Gefahren des Alkohols ( "Aan Tequila zuviel" ) und verpackt
Einsamkeit und Arbeitslosigkeit in die Aberwitzigkeit des Ferrari-Songs
" Einsam
un per pedes" ... Langer Beifall in der Laneburg dankte dem
sympathischen Künstler, der neben seinen Soloauftritten auch als
Mitglied im Frankfurter Rezitationstheater "Rezi*Babbel" zu erleben ist...
Weilburger Tageblatt vom 23.März 2006
Vom wunderbar nasalen
Frankforderisch ... Eines steht
nämlich fest: Äpfel sind nicht zum Essen da, sondern zum
Ebbelwei, und nur dann kommen sie ins Paradies, so Weisbecker in seinem
Song «Ebbelwei-Blues». Seine Lieder begleitete der
Künstler immer auf der Gitarre und manchmal sogar auf der
Mundharmonika. In seinem Programm wechselten sich Rezitationen und
Gesang munter ab, und Weisbecker sorgte so im Gewölbekeller
für einen ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Abend. Doch eines
war fast noch wichtiger als der Apfelwein: Sein melodisch klingender
«Frankforder Dialekt». Und bevor er sein neues Buch
«Schoppepetzers Lamento», illustriert von Günter
Henrich, vorstellte, wurde zuallererst
das Publikum in die Geheimnisse des Frankforderischen eingeweiht.
Sowohl
Einflüsse des Englischen und Französischen als auch das
Jiddischen
ließen sich im Frankfurterischen nachweisen ... «Doch vor
allem haben wir eines von den Franzosen», so Weisbecker,
«die
wunderbar nasale Aussprache», und er näselte sein
zauberhaftes Frankforderisch noch betonter....
Taunus
Zeitung vom 28.Februar 2006
Blues-Poet
hat das richtige "Stöffche" - Rainer
Weisbecker singt und erzählt in Weilburg ... Mit der
"Nationalhymne" von Niederrad und einem donnernden Applaus ging die
"Bluesikalische Lesung" mit heiteren und besinnlichen Texten und
Liedern in Frankfurter Mundart von Rainer Weisbecker im
Komödienbau in Weilburg zu Ende ... Der freischaffende
Mundartdichter und Liedermacher präsentierte bei seinem zweiten
Gastspiel in Weilburg eigene Gedichte, Geschichten, Balladen und Lieder
und zog das Publikum von Anfang an in seinen Bann ... Gepannt
hörte das Publikum seinen, zum Teil nachdenklich stimmenden
Ausführungen zu. Dabei konnte man im Publikum eine Stecknadel
fallen hören. Aufgelockert wurden die Geschichten mit Liedern des
gebürtigen Frankfurters, die ins Blut gehen...
Die Begeisterung der Publikums belohnte Rainer Weisbecker mit drei
Zugaben.
Weilburger Tageblatt vom 12.November 2005
Rainer Weisbecker
erzählt vom Alltag kleiner Leute ... Der Stoff, aus
denen seine Mundartprojekte gemacht sind, besteht aus Musik, dem
Frankfurterischen und dem Alltag kleiner Leute. Den beschreibt er mit
Liebe, Humor, kritischem Blick und Melancholie respektive Blues.
Weisbeckers Band "Bluesbube"
besingt in schönstem Frankfurter Dialekt das Leben, wie es gleich
um die Ecke stattfindet. "…ganz allaa…" heißt eine seiner drei
CDs. "Ich zieh in den Baumarkt" ist der Titel eines Songs, der
Kultstatus
erreicht hat...
Frankfurt Rundschau vom
10.August 2005
Für Weisbecker
bleibt immer auch ein ernster Hintergrund ... Weisbecker
überzeugte mit seinem abwechslungsreichen Programm: eigene
Gedichte, Lieder und Geschichten in frecher Mundart. Für den
Künstler ist auch der Hintergrund seiner geliebten Frankfurter
Mundart wichtig: «Gleich drei Sprachen sind in unserm Dialekt
vereint, Englisch, Französisch und auch Jiddisch. Bei uns gab’s
gestern Lapping zu esse, Trottwa, Portmonnee und Iseborjer Schaussee,
bei so vielen nasalen Lauten sehe ich doch gleich den Eiffelturm vor
mir», witzelte Weisbecker.
Doch bei allem Hang zum Komödiantischen, ein ernster Hintergrund
war bei den meisten Geschichten durchaus spürbar. Für den
bekennenden Antifaschisten spielte das Niederrad in den 30er Jahren
immer
wieder eine Rolle in seinem Programm. Die Kurzgeschichte «Wie die
Gilsche Anna in die Weltliteratur eingriff» schildert das
Schicksal eines politischen Flüchtlings, dessen Lebensweg
vermutlich auch in
«Das siebte Kreuz» von Anna Seghers wieder auftaucht, ein
Buch,
das in Mexiko noch in der Nazizeit geschrieben wurde...
Neu Isenburger Neue Presse vom 08.August
2005
Hommage
an Frankfurter Mundart - Bluesikalische Lesung von Rainer
Weisbecker am Tor zum Rheingau ... Weisbeckers Hommage an Frankfurter
Mundart war eine kurzweilige und mit köstlichen Pointen gespickte
Mischung aus Liedern, Geschichten, Gedichten und Bluesmelodien ... So
viele Schmunzelanekdötchen, mal fröhlich-frech, mal
melancholisch-selbstironisch, hat der 1953 in Niederrad geborene
waschechte Frankfurter in seinem Repertoire, so
dass es eine helle Freude war, ihm zuzuhören, herzhaft zu lachen
und
ihn mit viel Applaus und sogar Mitsingen anzufeuern...
Flörsheimer Zeitung vom 9. September 2004
Mundart vom Feinsten
... Mit seiner "Bluesikalischen
Lesung", einer kurzweiligen Mixtur aus Bluesstücken und Gedichten
in Frankfurter Dialekt gespickt mit einfallsreichen Pointen, war Rainer
Weisbecker zu Gast im Weingut Rebenhof ... Rainer Weisbecker
unterstrich an diesem Abend sein Können als Bluesgitarrist wie als
Mundartdichter. Seine Gedichte, die von Alltäglichkeiten wie
skurrilen Begebenheiten erzählen, arbeiten stets auf eine
überraschende Wendung hin, die sich als Pointe im letzten Vers
offenbart. Wer Frankfurter Mundart mag
oder sie kennen lernen möchte, der ist in einer Veranstaltung mit
Rainer Weisbecker bestens aufgehoben.
Hochheimer Zeitung vom 11. April 2003